Also nein. Darauf falle ich heute nicht rein. Wäre das mehr als ein Werbetermin, dann würde mich das interessieren. Aber so ignoriere ich erst einmal das Treffen der CSU mit dem Landrat zur Zukunftsfähigkeit der KSOB (es geht ums Krankenhaus für diejenigen, die mit dem Kürzel nichts anfangen können. Das andere Kürzel… also wirklich).
Es ist ja nicht so, dass in Freilassing das Thema der Gesundheitsversorgung kein dringendes wäre, aber ein vielsagendes Schweigen der Verantwortlichen ist jetzt nicht gerade vertrauenserweckend.
Deshalb heute lokales Klein-Klein. Wir sind ja mitten in der Zeit der Feste: Salzburg hat grade den Flughafen gefeiert und bei uns war das Nationenfest sowie einige inoffizielle Feiern zur Sonnenwend. Erst dachte ich noch da wäre jetzt Pause, doch nein, das Feuerwehrfest und das Feier.Abend in der Hauptstraße bevor dann das große Stadtfest kommt. Der AufBauhof hat bestimmt alle Hände voll zu tun (deshalb das Ding mit den Flaggen?).

Und weil Freilassing ja einen schon fast Besorgnis erregenden Drang nach Größerem hat, wird auch noch und wieder gebaut. Der Europark baut aus, die Ainringer stellen gleich ein ganzes Shoppingcenter hin und bei uns baut der Lidl neben Mäcci in Sichtweite des Schwesterhauses vom Kaufland. Der Bahnhaltepunkt wird ziemlich sicher nicht pünktlich fertig. Man hört, dass wieder mal das Geld fehlt. Das Sondervermögen tanzt gerade auf anderen Parties.

Am einschneidendsten ist aber wohl die Erneuerung der Münchner Straße, die uns bestimmt noch bis nächstes Jahr begleiten wird. Ich habe auch letztens alle 6 (oder 8?) Mitarbeiter in Aktion gesehen – da tut sich was! Doch durch die Umleitungen und die Halteverbote in einigen Straßen zeigt sich Verblüffendes (zumindest unter der Woche): Die Straßen wie Matulusstraße oder Vinzentiusstraße sind tatsächlich gut benutzbar. Man kommt gut durch und kann auch sehen, was auf einen zukommt.
Der Grund liegt in der Planung – und das nicht nur bei diesen Straßen sondern fast bei allen. Als man damals Straßen plante und baute sollten sie als Fahrbahn dienen und nicht als Parkgelegenheit. Denn damals hatten nicht viele ein Auto und solche, die es sich leisten konnten, die hatten dann auch eine Garage oder etwas in der Art. Auch dachte damals niemand an die Auswüchse eines SUV mit Überbreite und Radfahrer die liefen ohnehin immer nebenbei mit.

So gibt es denn auch Nebenstraßen aus den 60ern, die einen Gehweg haben, der praktisch unbenutzbar ist wie in der Michael Pacher Straße oder in der JS Bach Straße (Frechheit, dem größten Komponisten die kleinste Straße zu geben). Bei manchen Ausbauten wie in Hofham oder auch beim Petersweg hat man daher gleich auf die Gehsteige verzichtet. Es geht besser ohne.

Ganz anders im Birkenweg (der immer noch die Birken sucht). Hier gab es auf der Südseite keinen Gehsteig sondern nur einen markierten Bereich. Jetzt beim Umbau, der nach Pfingsten ja fertig sein soll, hat man so Reststücke eines Gehwegs hingebaut. Macht nur wenig Sinn, bzw. entzieht sich mir dieser.


Übrigens ist nebenan im Schlössl am Freitag Neueröffnung unter dem Namen Zur Burg weshalb man kurzerhand ein Bausteinmuster auf die Fassade gemalt hat. Freilassing hat Stil. Die Speisekarte ist der vom Bonami nicht unähnlich aber schliesslich ist das auch das Bar/Restaurant Zur Burg. Hoffentlich hält es diesmal länger. Menü und so gibts auf Google. Na dann, Prost!
Ja, wie soll unsere Jugend sich eine Wohnung leisten?? Da empfinde ich wirklich großes Mitleid mit dieser Generation! Hauptsache die Salzburger kommen zum Zug! Beschämend!