
So kündigt sich nicht nur der neue Tag an, sondern der Sonnenaufgang trägt auch in sich die ersten Versprechen eines kommenden Frühlings. Der Winter war kalt und man hat das Gefühl, als hätten wir uns die ersten warmen Tage verdient. Obwohl wir ja nichts dazu beigetragen haben – auch wenn wir uns noch so schuldig fühlen sollen. Es ist die Zeit der Veränderung. Auch in der kuscheligen Kommunalpolitik und genau deshalb kommt der Text diese Woche einen Tag früher.
Parteien und Unmengen von Kandidaten für Kreis und Kommunen sind unterwegs. Fast so wie die Vögel, die schon lange vor Sonnenaufgang alles geben, um mit Gezwitscher und so die verdiente Aufmerksamkeit zu bekommen. Bei den meisten Kandidaten der Wahl hingegen ist damit morgen Schluss. Weshalb ich an dieser Stelle nochmals alle zur Wahl ermutigen möchte. Alle haben gezwitschert was nur geht. Die einzige Partei, die sich unrühmlich präsentierte, war die mit dem „christlich“ im Namen. Vielleicht greift man halt zu solchen Drogen, wenn die Argumente nicht da sind. Wer weiss.

Ich möchte allen Kandidaten viel Glück wünschen. Für manche ist es Glück, wenn sie gewählt werden und für manche ist es ein Glück, wenn sie nicht gewählt werden, denn das Amt verändert Menschen. Nicht immer zum Guten. Für uns wird sich nicht viel ändern, wenn man den Programmen glaubt, und das ist eine Schande. Es wird klein-klein ohne Gesamtkonzepte weitergehen. Hässliche Stellen werden übertüncht oder ignoriert. Wer früher schon Mist gebaut hatte, wird wegen Erfahrung hofiert. Besonders, aber nicht nur im Stadtbild.
Wählt Leute, wählt! Und schweigt nicht!
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