Feiern aber richtig

Gestern war Feiertag. So ein richtiger Feiertag, nicht einer bei dem die Hälfte gar nicht wissen, um was es geht, das aber gerne akzeptieren wenn man deswegen frei hat. Da gibt es die kirchlichen Feiertage und eben die politischen. Die meisten kommen ja immer mit einem Zeigefinger daher, weil wir uns an Sachen erinnern sollen, die politisch oder kirchlich wichtig sind.  Was wir dann damit machen, liegt an uns selbst – könnte man meinen.

Salzburghofen im Morgennebel

Tatsächlich ist es aber so, dass vor allem die politischen Feiertage immer öfter mit einer Art Nachhilfeunterricht daherkommen. Da gibt es unzählige Veranstaltungen zum Thema Demokratie, was man darunter zu verstehen hat und wie man sie richtig benutzt. Da heißt es, dass alle Staatsgewalt vom Volke ausgeht und dass Entscheidungen durch Mehrheiten bestimmt werden. Das klingt einfach, kann aber fürchterlich kompliziert werden. So kompliziert sogar, dass manchen diese Entscheidungen und das Nachdenken, vor allem aber das Akzeptieren anderer Meinungen zu viel wird. Ja, es gibt sogar solche, die meinen, dass wir in Bayern wieder einen Kini haben sollten.

Der Morgen an der Stadtgrenze

Ich weiß ja nicht, ob die ganzen Veranstaltungen und Workshops tatsächlich die Demokratie fördern. Ich fürchte sogar, dass es als Hilfsmittel für die Darstellung bestimmter politischer Parteien und derer Weltanschauung benutzt wird.

Der Morgen nach dem Fest.

Umso mehr sind die richtigen Feiern wichtig. So wie gestern die Schragnfest in Salzburghofen. Kein Zeigefinger, keine Grußworte wichtiger Leute. Einfach nur zamsitzen, Musik hören, bei der man sich auch noch unterhalten kann, das ein oder andere Kaltgetränk geniessen und auch was zum Essen war da. Natürlich waren auch die lokalen Politiker da und haben sich’s gut gehen lassen. Irgendwie hab ich den Bürgermeister nicht gesehen – sowas kann schon mal passieren.

Rundum ein gelungenes Fest ohne Zeigefinger. So macht’s Spaß. Danke an die Rupertiwinkler.

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