Matulusgarten

Baukultur in Freilassing

Die Wahrheit vertragen

Nun ja. Es hat ja nicht den gleichen Anspruch wie „Bauer sucht Frau“ aber einen gewissen Unterhaltungswert kann man dem aktuellen Wahlkampf nicht absprechen. So ziehen sie von Haus zu Haus und belagern die Fussgängerzone in Freilassing genauso wie die sozialen und Printmedien. Ein gerne verwendetes Konzept ist dabei der Ansatz, man möchte wissen, was der Bürger will und wo ihn denn der Schuh drückt. Was soll man da noch sagen? Wir reden jetzt nicht von den Wahltouristen aus Thüringen und Sachsen, die einem das Blaue vom Himmel.. und so. 

Was könnten die Leute nur wollen?

Liebe Leute, wenn ihr ein halbes Jahrzehnt oder mehr in den Gremien verbracht habt und dann oder halt jetzt einmal auf die Idee kommt, nachzufragen, was der Bürger will, dann ist da was gewaltig schief gelaufen. Wessen Interessen habt ihr denn während dieser Zeit vertreten und wie rechtfertigt ihr dann auch noch eine Wiederbewerbung? Übrigens will ich an dieser Stelle die Kreistagslutscher vorerst aussen vor lassen – damit das auch nicht falsch verstanden wird.

Einige unserer Champions

Nachdem sich die Bürgermeisterei ja in wesentlichen Teilen durch Baustellen und Neubauten definiert, habe ich ja in der Vorweihnachtszeit die Neubauten in einem Ranking präsentiert. Nicht um einfach draufzuhauen – weiss Gott, ich habe mich sehr zurückgehalten – sondern als einfache Illustration, was so 6 Jahre lang unsere Stadt in eine Richtung bringt, die ich sehr kritisch sehe (na, war das diplomatisch oder was?). Wiederholt wurden im Bauausschuss die Hilflosigkeit über zunehmend depressive Neubauten geäussert. Man müsste meinen, dass man das Problem erkannt hat und versucht dagegen anzugehen. Fehlanzeige. Es wird in den nächsten 6 Jahren schlimmer werden. Sörgelvilla, alter Bauhof, Hollmann und Scharl im Wettbewerb der Monotonie, fehlende Konzepte und Vorgaben für das Freilassinger Feld. Bauen für Kapitalanlage, nicht für Bewohner und Bürger. Also kommt mir jetzt nicht und fragt, was denn der Bürger will. Die Antwort könnt ihr doch gar nicht vertragen.

Ach ja: Der Geniestreich mit der Kaindl Messanlage muss noch a bisserl warten. Es ist einfach zu gut.

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Thema von Anders Norén