Platz 10
Reihenhaus in der Graf-Lodron Straße, Salzburghofen

Salzburghofen, mit dörflichem Charakter. So wird das von den Immobilienentwicklern gerne verkauft. Und genau dadurch wird dieser Charakter vernichtet. Eines der jüngeren Projekte der Scharl Gruppe mit 12 Eigentumswohnungen. Auf einer Plattform wurden Objekte nur an Nichtraucher verkauft. Nicht gerade die dörfliche Zielgruppe, möchte man sagen.


Hier die Noten (Schulnoten) nach Kategorie
Größe: 4
Die Umgebung besteht aus kleinteiliger Bebauung. Dies Projekt ist aber deutlich größer und wuchtiger.


Stockwerke: 3
Die Bauhöhe entspricht der maximalen Bauhöhe.
Kundentyp: 5
Nach vielen Jahren immer noch auf die Eigentumswohnung und Käufer aus der Umgebung oder auf Investoren zu setzen ist nicht zeitgemäß und daher mangelhaft.

Architektur: 5
Aufgrund der Vorschriften war ein Flachdach nicht zu machen. Doch man gleicht das durch eine ideenlose Klötzchenbildung mit Glasbalkonen aus. Dieser Trend war schon vor 10 Jahren vorbei. Der Wiederverkaufswert wird sich wohl eher an Objekten der 2000er vergleichen – trotz Wärmepumpe.
Preisklasse: 4
Für die Umgebung viel zu teuer, aber für den Ort noch nicht ganz am Ende der Fahnenstange. Scharl kennt seine Kunden in Kooperation mit der Sparkasse. Gerade noch ausreichend, aber schlimm genug.
Qualität: 3
Was man hört, ist die Bauqualität in Ordnung. Keine großes Jammern. Aber auch nichts, was etwas Besonderes wäre.
Bauherr: 3
Scharl. Durch Freilassing groß geworden. Verlässlich und kein Märchenerzähler wie andere. Gute Beziehung zur Stadtverwaltung.
Umgebung: 4
Man hätte um so viel mehr machen können. Doch die Umgebung ist dem Projekt egal. Es macht den Weg frei für mehr und dichtere Bebauung. Schlimmeres wurde durch Vorgaben verhindert, wobei die Stadt beim Scharl schon mal ein Auge zudrückt. Gerade noch ausreichend.
Grün: 4
Es gibt Hausbegrünung. Zwar wenig, aber noch nicht so minimal wie die homöopathischen Gegenstücke anderer Projekte. Wie immer: Auf den Entwürfen sah das Grün noch besser aus. Eine Schande, vor allem wenn man den alten Baumbestand der früheren Bebauung im Gedächtnis hat.